Happy birthday, Arizona

Der Bundesstaat Arizona wird heute 105 Jahre alt. Am 14. Februar 1912 unterzeichnete Präsident Taft in Washington DC die Urkunde, mit der Arizona das 48. Mitglied der Union wurde und damit der letzte Bundesstaat auf dem Festland, der zu den USA kam. Über die Feierlichkeiten, die anschließend in Arizona begannen, konnte man fast vergessen, dass es beinahe gar nicht dazu gekommen wäre.

Nach dem Mexikanisch-Amerikanischem Krieg hatte Mexiko 1848 im Vertrag von Guadalupe Hidalgo ein riesiges Gebiet nördlich des Rio Grande an die USA abgetreten. Das brachte einen großen Teil des heutigen Gebiets von Arizona an Washington, der Rest kam über den Gadsden Purchase sechs Jahre später dazu. Die USA organisierten das Gebiet unter dem Namen New Mexico Territory. So richtig etwas mit dem neuen Land anfangen konnte aber zunächst niemand. Viele Menschen zogen hindurch, auf dem Weg zu den Goldfunden in Kalifornien und einige blieben und nutzten die riesigen freien Flächen für die Errichtung von Ranches. Alles in allem aber betrachtete man von der Ostküste aus das Territorium als ein Gebiet, in dem es eine Menge Mexikaner und eine Menge Indianer und eine Menge kaum nutzbares Land gab, aber wenig lohnendes. Die (schnell zurückgeschlagenen) Bemühungen einiger Einwohner während des Bürgerkriegs, sich auf die Seite der Südstaaten zu schlagen, trugen ebenfalls nicht zur Imageverbesserung bei.  Bald jedoch wurden auch in Arizona Bodenschätze entdeckt; die Eisenbahn baute eine Linie hierher und der Aufschwung begann.

Dieser Aufschwung führte zu dem Willen, aus dem Gebiet einen Bundesstaat zu machen. Zwar hatte es entsprechende Initiativen schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts gegeben, doch in der Regierung in Washington hatte sich niemand so recht dafür begeistern können. 1904 setzte der Vorsitzende der Senatskommission für die Territorien das Thema wieder auf die Tagesordnung: Das New Mexico Territory sollte ein Bundesstaat werden. Vor allem die Republikanische Partei war für diesen Schritt, denn durch das Hinzunehmen des Territoriums versprachen sie sich den Erhalt der Stimmenmehrheit im Senat – was mit den progressiven Kräften in Arizona nicht zu erreichen wäre. Diesmal aber waren die Betroffenen dagegen, denn die Menschen in New Mexico wollten nicht gemeinsam mit Arizona in einem Bundesstaat landen und umgekehrt verhielt es sich ebenso. „Arizona ist keine Bettlerin, die von ihrer gekrönten Schwester in den edlen Hallen erwartet wird“, schrieb damals Sharlot Hall, eine bekannte Schriftstellerin aus Prescott und ihre Worte fanden breiten Anklang in ihrer Heimat.

Washington gab schließlich nach. New Mexico wurde am 6. Januar 1912 der 47. Bundesstaat und Arizona folgte dann gut einen Monat später als separate Einheit.

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